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Kassenzahnärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz
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16.08.2016 00:27

Rheinland-Pfälzer haben gesündere Zähne

Von: KZV Rheinland-Pfalz

Anlässlich der Vorstellung des BARMER GEK Zahnreports erklärt die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) Rheinland-Pfalz:

„Wir begrüßen den Appell der BARMER GEK an die Versicherten, regelmäßig Früherkennungsuntersuchungen beim Zahnarzt in Anspruch zu nehmen. Werden bei der Untersuchung frühzeitig Karies oder Entzündungen im Mund entdeckt, lassen sich die eigenen Zähne lange erhalten – und damit ein großes Stück an Lebensqualität“, sagt Sanitätsrat Dr. Helmut Stein, Vorstandsvorsitzender der KZV Rheinland-Pfalz. Der regelmäßige Gang zum Zahnarzt lohne sich zudem finanziell. Wer jedes Jahr die zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung wahrnimmt und im Bonusheft eintragen lässt, sichert sich Zuschüsse der Krankenkasse bei eventuell nötigem Zahnersatz.
 
Rheinland-Pfälzer sind keine Vorsorgemuffel
Stein warnt jedoch davor, aus den Zahlen des BARMER GEK Reports zu schließen, Rheinland-Pfälzer gingen nicht gerne zum Zahnarzt oder vernachlässigen die Zahnpflege. „Vielleicht sind viele Rheinland-Pfälzer Morgenmuffel, aber Zahnarzt- oder gar Vorsorgemuffel sind sie nicht.“ Es sei sehr ambitioniert, dass die BARMER GEK von ihren Versicherten auf das Mundgesundheitsverhalten aller Rheinland-Pfälzer schließe. Die BARMER GEK versichert unter 13 Prozent der gesetzlich Versicherten in Rheinland-Pfalz.

Die Zahlen der KZV Rheinland-Pfalz zeigen, dass zahnärztliche Vorsorge und häusliche Mundhygiene bei Rheinland-Pfälzern hoch im Kurs stehen. Mit der Folge, dass immer mehr Menschen gesunde Zähne haben. Rund zwei Drittel der Erstklässler haben mittlerweile ein naturgesundes Gebiss. Vor zwanzig Jahren war dies nur etwa ein Drittel. Bei den 12-Jährigen sind heute sogar 81 Prozent frei von Karies. Hier hat sich die Zahl der kerngesunden Gebisse seit 1997 verdoppelt.

Und auch die Erwachsenen haben deutlich gesündere Gebisse. So geht die Anzahl kariöser Zähne, die eine Füllung benötigen, kontinuierlich zurück. Rund 2,19 Millionen Füllungen legten die rheinland-pfälzischen Zahnärzte insgesamt in 2015. Das sind über 4,3 Prozent weniger als in 2008. Die Anzahl gezogener Zähne ging in diesem Zeitraum sogar um 8,4 Prozent auf rund 530.000 Extraktionen zurück. Stein dazu: „Diese erfreulichen Zahlen sind Resultat einer konsequenten Präventionsorientierung in der Zahnmedizin.“

Allerdings, hier stimmt Stein der BARMER GEK zu, gebe es eine noch immer Teile der Bevölkerung, die seltener den Zahnarzt aufsuchen. „Dies sind zum Beispiel Kleinkinder unter 2½ Jahren, für die der gesetzliche Leistungskatalog der Krankenkassen noch keine speziellen Früherkennungsuntersuchungen anbietet.“ Die KZV Rheinland-Pfalz und die BARMER GEK haben dieses Versorgungsdefizit erkannt und eine Vereinbarung über ein Vorsorgeangebot für Kleinkinder geschlossen. Damit setzen sie eine geplante gesetzliche Neuregelung in Teilen bereits um. „Auf Initiative der Zahnärzteschaft wird es künftig für alle Kinder ab dem 6. Lebensmonat drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen geben, die zudem im offiziellen gelben Kinderuntersuchungsheft verankert sind“, erklärt Stein.

Wahl des Zahnersatzes: Transparenz ist gegeben
Zu Recht verweise der Report auch darauf, dass die Anspruchshaltung der Patienten bei Zahnersatz gestiegen ist. „Die Patienten legen heute mehr Wert auf Ästhetik und Komfort in der Versorgung. Wir erleben dies Tag für den Tag in den Praxen“, so Stein weiter. „Nicht unkommentiert lassen möchte ich hingegen die Mutmaßung, Patienten würden in den Zahnarztpraxen nicht ausreichend und objektiv aufgeklärt. „Wir wissen, dass nur der zufriedene Patient wiederkommt. In diesem Sinne verstehen wir Transparenz als Grundlage für eine vertrauensvolle Zahnarzt-Patienten-Beziehung und für eine gemeinsame Entscheidungsfindung in der Behandlung. Eine gewissenhafte Aufklärung über Befunde, Therapiemöglichkeiten und Kosten ist deshalb gelebte Realität in der Zahnarztpraxis.“

Pressemeldung als PDF (43 KB)

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