Sie befinden sich hier

Kontakt

Kassenzahnärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz
Körperschaft des öffentlichen Rechts

Eppichmauergasse 1
55116 Mainz

Tel.: 06131 / 89 27 - 0
Fax: 06131 / 22 57 06

02.10.2018 00:28

Warnung vor "Datenschutzauskunfts-Zentrale"

Derzeit schürt ein Fax der „Datenschutzauskunft-Zentrale“ Unsicherheit in den Praxen. Zahnärzte werden darin unter Berufung auf die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) aufgefordert, Angaben zu ihrer Praxis zu machen. Die KZV Rheinland-Pfalz warnt ausdrücklich davor, auf dieses Fax zu reagieren und zu antworten!

Optisch erinnert das Schreiben an ein offizielles Auskunftsersuchen einer Behörde. Es ist die Rede von einer „gesetzlichen Frist zur Umsetzung des Datenschutzes“, der nachzukommen sei. Damit soll der Eindruck erweckt werden, dass aus Datenschutzgründen die geforderten Betriebsangaben zu machen sind. Um die Dringlichkeit zu verdeutlichen, wird eine Frist bis zum 9. Oktober 2018 gesetzt.

All dies soll darüber hinwegtäuschen, dass hier im Versteckten ein Vertragsabschluss liegt. Im Kleingedruckten steht, dass die in diesem Antrag genannte Person/Unternehmen das Leistungspaket „Basis Datenschutz“ mit der Unterschrift erwirbt.

Das Vorgehen erinnert an die Masche der „Gewerbeauskunft-Zentrale“. Ob die Betreiber identisch sind oder ob nur das Geschäftsmodell kopiert wurde, ist noch unklar. Dass in dem Schreiben die international kostenlose Vorwahl 00800 angegeben wird, deutet auf den Sitz des Absenders im Ausland hin.

Der Absender macht sich die Unsicherheit über die DSGVO zu Nutze. Nach der DSGVO besteht allerdings keine Verpflichtung dazu, Angaben über seinen Betrieb an eine „Datenschutzauskunft-Zentrale“ zu übermitteln. Zu beachten ist ferner, dass die mit dem Schreiben beabsichtigte Datenerhebung nach der DSGVO selbst unzulässig ist.

Sofern dieses Schreiben von Praxen bereits unterschrieben und zurückgeschickt wurde, empfehlen wir diese Erklärung umgehend zu widerrufen und hilfsweise wegen arglistiger Täuschung anzufechten. Eventuell eingehende Rechnungen sollten nicht bezahlt werden, sondern es sollte sich auf Widerruf und Anfechtung berufen werden. Ferner ist zu empfehlen, eine Strafanzeige wegen des Verdachts des versuchten Betrugs zu stellen.

Kontextspalte

KZV Intern

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich im Bereich "KZV Intern" anzumelden:

Passwort neu vergeben