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Frühkindliche Karies vermeiden

Konzept zur zahnmedizinischen Prävention bei Kleinkindern

Die frühkindliche Karies ist ein ernsthaftes und ungelöstes Versorgungsproblem. Im Gegensatz zur Karies bei den bleibenden Zähnen, nimmt die "Early Childhood Caries" (ECC) kontinuierlich zu. Immer öfter sind Kinder bereits betroffen, wenn sie die Individual- und Gruppenprophylaxe erreichen. Fast die Hälfte aller kariösen Defekte, die bei Kindern bei der Einschulung festgestellt werden, ist bereits in deren ersten drei Lebensjahren entstanden.

Der Grund: Bislang fehlt es an zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen bei Kleinkindern. Die zahnärztlichen Präventionsleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung beginnen derzeit mit dem 30. Lebensmonat.

Die Entwicklung der frühkindlichen Karies fordert zum Handeln auf. Schmerzen und eine Behandlung häufig unter Narkose bis hin zum vorzeitigen Verlust der Milchzähne oder gar Schäden an den bleibenden Zähnen zählen zu ihren Folgen. Nicht selten hat die ECC negativen Einfluss auf die kindliche Entwicklung und das Sozialverhalten. Ohne gesunde Milchzähne können Kinder nicht altersgerecht an Gewicht zunehmen und nicht richtig sprechen lernen. Kinder mit sichtbar kariös zerstörten Zähnen werden oftmals sozial ausgegrenzt. Zudem ist zu beobachten, dass Kinder mit frühkindlicher Karies auch im bleibenden Gebiss häufiger Karies entwickeln.

Ziel der Zahnärzteschaft ist es deshalb, Kinder ab Durchbruch des ersten Zahnes systematisch zahnärztlich zu betreuen, um so früh wie möglich den Grundstein für ein zahngesundes Leben zu legen. Detaillierte Handlungsempfehlungen hat sie im Versorgungskonzept "Frühkindliche Karies vermeiden" formuliert. Neben den Früherkennungsuntersuchungen rückt das Konzept die Aufklärung der Eltern in den Fokus. Bei der Zahngesundheit ihrer Kinder nehmen sie die Schlüsselrolle ein.


Versorgungskonzept "Frühkindliche Karies vermeiden"
(PDF, 1,2 MB)

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