Der Streit um die Arzneimittelpreise beschäftigt offenbar nicht nur die Pharmafirmen und Gesundheitsexperten. Der Plan von Bundesgesundheits¬minister Philipp Rösler (FDP), die Arzneimittelhersteller per Gesetz zu Verhandlungen mit den Krankenkassen zu zwingen und dadurch das Preisdiktat der Industrie zu brechen, sorgt anscheinend für Ärger in einer ganz anderen Branche.
Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Karl Lauterbach, hatte Röslers Konzept kürzlich mit einem blumigen Vergleich als wirkungslos verschmäht. Die Arzneimittelhersteller könnten es bei den Preisverhandlungen einfach halten wie die Teppichhändler, hatte er argumentiert: „Wenn ich hundert Prozent vom Preis haben will, schlage ich 20 Prozent drauf und lasse mir die 20 Prozent wieder abhandeln.“
Bei den Teppichhändlern kam das offensichtlich schlecht an. Lauterbach berichtete danach im Bundestag, inzwischen hätten sich Vertreter der Zunft bei ihm beschwert. Mit dem „unseriösen“ Vorschlag der FDP wollte sie „nicht in Zusammenhang gebracht werden“. Lauterbach beeilte sich nachzuschieben, selbstverständlich seien nicht alle Teppichhändler unseriös – und noch wichtiger: „Das sind auch Wähler“
Quelle: www.facharzt.de
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